Lotusgeburt: Eine sanfte Alternative zur herkömmlichen Abnabelung

Die Lotusgeburt, auch bekannt als „Lotus Birth“, ist eine Methode der natürlichen Abnabelung, bei der die Nabelschnur nicht unmittelbar nach der Geburt durchtrennt wird. Stattdessen bleibt die Plazenta mit dem Neugeborenen verbunden, bis die Nabelschnur von allein austrocknet und abfällt. Dieser Prozess kann einige Tage bis zu einer Woche dauern.

Die Philosophie hinter der Lotusgeburt

Anhänger dieser Methode glauben, dass die sanfte Abnabelung dem Kind einen friedvolleren Übergang ins Leben außerhalb des Mutterleibs ermöglicht. Es wird angenommen, dass die vollständige Nährstoff- und Blutübertragung von der Plazenta zum Baby einen positiven Effekt auf dessen gesundheitliche Entwicklung hat.

Vorbereitung und Durchführung

  • Plazentapflege: Nach der Geburt wird die Plazenta gesäubert und in ein Tuch eingewickelt oder in eine spezielle Tasche gelegt. Manchmal wird sie mit Salz und ätherischen Ölen behandelt, um den Zersetzungsprozess zu verlangsamen und unangenehme Gerüche zu minimieren.
  • Umgang mit der Plazenta: Die Plazenta muss während der gesamten Zeit sorgfältig gehandhabt werden, um eine Infektion zu vermeiden. Sie sollte in der Nähe des Babys gehalten werden, besonders beim Stillen oder Kuscheln.

Vor- und Nachteile

  • Vorteile: Befürworter der Lotusgeburt berichten von einer intensiveren Bindung zwischen Eltern und Kind sowie von einer verbesserten gesundheitlichen Verfassung des Neugeborenen.
  • Nachteile: Kritiker weisen auf das erhöhte Risiko von Infektionen hin und betonen den praktischen Umgang mit der Plazenta, der als unhandlich empfunden werden kann.

Fazit

Die Entscheidung für oder gegen eine Lotusgeburt ist eine sehr persönliche und sollte nach sorgfältiger Abwägung aller Vor- und Nachteile getroffen werden. Wichtig ist, dass die gesundheitlichen Aspekte für Mutter und Kind stets im Vordergrund stehen.


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